Wann sind wir eigentlich zuhause? Was nenne ich mein zuhause? Ist zuhause nur ein Ort oder hat es auch eine emotionale Ebene?

Da ich in der letzten Zeit bei bekannten aus dem Koffer wohne und warte bis ich in mein Zimmer einziehen kann, stelle ich mir diese Frage ab und zu. Leider ist diese Frage auch nicht ganz so einfach zu beantworten. Eine einfache und auch plausible, aber nicht zufriedenstellende Antwort, die ich gehört habe, war: Zuhause ist dort, wo du am meisten scheißen gehst.

Ich finde es ist ein guter Ansatz, aber beschreibt es nicht in seiner vollen Dimension, das werde ich hier auch nicht können.

Aus der frommen Sicht finde ich die Antwort momentan relativ einfach: Mein Zuhause ist der Himmel wie Petrus schon schreibt und manchmal erlebt man Himmel auf Erden: Wenn die Zeit wie im Traum vergeht, wenn du diesen Moment nicht los lassen möchtest:

Philipper 3, 20(Neues Leben)
20 Aber unsere Heimat ist der Himmel, wo Jesus Christus, der Herr, lebt. Und wir warten sehnsüchtig auf ihn, auf die Rückkehr unseres Erlösers.

Es ist schon komisch: je nachdem in welchem Freundeskreis bzw. wo ich mich geographisch aufhalte ist mein Zuhause ein anderer Ort, d.h. Zuhause ist momentan bei meinen Eltern und dort wo ich wohne.  Ich glaube ein Zuhause werden immer meine Eltern bleiben, weil sie mich sehr geprägt haben, ich viel lernen konnte, ich viele positive Gefühle damit verbinde, ich dort bis jetzt die meiste Zeit meines Lebens war, ich mich geliebt und angenommen fühle und es doch immer wieder eine Art des Heimkehrens ist.

Gesegnet und glücklich sollten sich alle schätzen die ein schöne Kinder-/Jugendzeit bei ihren Eltern erleben durften! Die dort Liebe, Annahme, Wertschätzung, Zuwendung, Ermutigung und auch Ermahnung erleben durften!

Zurück zur eigentlichen Frage, Zuhause ist ein Ort für mich an dem ich mich niederlassen kann, so wie ich bin und leben darf – so wie in Gottes Gegenwart. Leben mag hier für jeden ein bisschen unterschiedlich aussehen. Für mich beinhaltet es unter anderem folgende Aspekte:

  • Chillen können
  • Aktion erleben dürfen
  • Liebe und Annahme erfahren dürfen (früher waren es hauptsächlich die Eltern, die werden jetzt durch Freunde ersetzt)
  • Mich nicht rechtfertigen müssen, für das was ich bin
  • Wo ich einfach meine Sachen habe
  • Wo ich mich ausbreiten darf
  • Zuhause habe ich das tiefe Gefühl von Frieden und angekommen zu sein, dort wo die Zeit stehen bleibt.

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