Menschen: Liebevoll – kalt; kompliziert – einfach; schön – hässlich; schüchtern – offen; lügend – ehrlich; schätzend- ignorierend.

Überall wo wir sind, sind Menschen. Jeden Tag haben wir mit ihnen zu tun und sollten mit allen zurechtkommen. Das ist schon schwierig, aber es lohnt sich, da man ein einfacheres Leben hat. Das lernte ich auf meinen vielen Fortbildungen und durch meinen Umzug. Ich war viel unterwegs in den letzten Monaten. Oft kannte ich keine Person, ich musste mich so unter die Leute begeben. Ich habe, glaube ich, in den letzten Monaten so viele Menschen kennen gelernt, wie sonst nur über Jahre. Die Menschen sind leider oder Gott sei Dank, nie gleich, d.h. jedes Mal muss man sich neu auf Leute „einstellen“. Genau das Einstellen auf Leute ist das beste was wir unserem Gehirn antun können (Spitzer 2014). Ist das nicht eine schöne Nachricht? Wir lernen neue Leute kennen und trainieren unser Gehirn gleichzeitig.

Eine Sache ist sicher: Die Gesellschaft, in der wir sind, hat einen großen Einfluss, sie kann einen aufbauen oder demontieren. Die Gesellschaft, in der man ist, prägt einen sehr. Kennt ihr das, wenn ein Wort in deinem Freundeskreis Einzug erhält und du es irgendwann auch annimmst? Darin sieht man welchen Einfluss Freunde und Bekannte haben!

Was ich auch gesehen habe ist, dass jeder Mensch Menschen braucht und will, möglichst Gleichgesinnte. Es macht unglaublich viel aus, in welcher Gesellschaft du bist. Fühlst du dich wohl, dann bist du glücklich – ich weiß es ist nichts Neues. Aber jeder will gesellig sein, sich unter Leuten begeben und glücklich sein. Das sollten wir uns ab und an bewusst werden. Ich behaupte mal: Die  schönsten Momente in deinem Leben sind in einer Gesellschaft, in der du dich wohl fühlst, zustande gekommen?! Was macht denn diese Gesellschaft aus?

Alle suchen nach Annahme, Liebe, Geborgenheit, Freiheit und Wertschätzung. Ob wir diese finden liegt bei uns, machen wir uns auf den Weg dorthin? Suchen wir uns eine Gesellschaft, die uns diese Dinge gibt?

Oft -nicht nur- können wir unseren Zufriedenheitsfaktor daran sehen, ob wir in einer guten Gesellschaft sind. Wenn ich meine melancholischen Momente habe, bin ich nicht draußen unter Leuten. Meistens reichen schon Leute aus, die ich nicht kenne, aber ich fühle mich wohl. Einfach nur unter Leuten sein, macht einen riesen Unterschied.

 

Literaturverzeichnis

vgl. Spitzer, Manfred (2014): Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen. Vollständige Taschenbuchausgabe. München: Droemer.

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.