Zuhause sein, daheim sein – was bedeutet das?

Bei dem einen löst es einen Schwall von Gefühlen aus, ein anderer begegnet diesen Worten mit einem Schulterzucken.

Ich bin in meinem Leben schon sehr oft umgezogen. Aufgewachsen in Bayern, die ersten Jahre unserer Ehe verbrachten wir in der Provence in Südfrankreich bis Gott uns nach Baden führte. Zuhause war für mich immer da, wo ich gerade wohnte. Wichtig war dabei nicht die Umgebung, sondern mein Mann und meine Kinder. Zuhause bin ich da, wo die Leute sind, die mir am meisten bedeuten. Dass wir momentan auf einem wunderschönen Fleckchen Erde wohnen dürfen, direkt am Wald, ist noch ein „Sahnehäubchen“ oben drauf. Doch ich weiß, auch wenn Gott uns hier wieder weg führt, werde ich mich daheim fühlen, egal wo wir dann wohnen werden.

Zuhause zu sein, bedeutet für mich einen Ort der Geborgenheit zu haben, einen Ort ohne Streit (soweit das hier auf der Erde möglich ist), ein Ort an dem ich mich wohl fühle. Das liegt natürlich auch an mir selbst. Gerade als Mutter und Ehefrau liegt es zu einem großen Teil in meiner Hand für meinen Mann und meine Kinder so einen Ort der Geborgenheit zu schaffen, ein Zuhause, in dem wir uns wohlfühlen und in dem auch Gäste Jesu Liebe erfahren dürfen. Wenn ich als Mama unausgeglichen bin und launisch, dann sind es auch meine Kinder. Mit Jesu Hilfe darf ich diese Aufgabe jeden Tag neu angehen.

Allerdings wirklich angekommen werde ich erst sein, wenn ich bei Jesus bin. Ihn von Angesicht zu Angesicht zu sehen, mit Jesus spazieren zu gehen, seine Herrlichkeit und Liebe zu bestaunen, mit ihm reden zu können, was kann es schöneres geben. Egal wie gesegnet wir auf der Erde sind, egal wie schön wir es hier haben, im Himmel wird es schöner sein.

Keine Tränen, kein Schmerz, kein Geschrei und Gott selbst wird unser Licht sein. Allein der Gedanke daran löst in mir eine tiefe Freude und Sehnsucht aus.

Wenn ich die Natur, ihre Vielfalt und Schönheit bestaune, wieviel schöner wird der Himmel sein, der Ort, an dem Gott selbst wohnt. Ein Ort, an dem das Böse keinen Platz mehr hat, ein Ort ohne Streit und Disharmonie, dafür voller Liebe und Freude.

Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.

4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.

Off. 21, 3-5

 

PS. Was ist euer Zuhause? – Schreibt es in den Kommentaren

Kategorien: GastInputs

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